ZR-Saat mit Kreiselegge

Hallo
Normal richte ich ZR-Saatbeet mit 1x Kombination auf unseres leichten Böden(lehmige Sande, sandige Lehme) her.
Letztes Jahr gab es Probleme mit viel Wasser im Winter: die Böden waren „wasserhart“. Entweder packte die Kombination nicht an und hüpfte nur über die Kruste oder man mußte so tief fahren, dass es anschließend nicht immer gelang ins Feuchte abzulegen.
Nach dem vielen Regen der letzten Tage ist leider heuer das gleiche zu befürchten.
Daher meine Frage: kann ich mit der Kreiselegge für die ZR-Saat herrichten? Was ist die passende Wallze (Prismenwalze, Zahnpackerwalze, Stabwalze …)?
Kann ich das Rübensähgerät direkt auf die Kreiselegge aufsatteln? oder ist es besser den Acker etwas abtrocknen zu lasssen?

Wilfried

Hallo
Wir pflügen erst im Frühling sehr früh mit Ringpacker. Meistens bleibt das Gepflügte dann ein paar Wochen liegen. Vorgearbeitet wird erst wenn es trocken ist mit einer Kreiselegge (Keilringwalze)mit Aufbaudrille dran, damit das Saatbett vom Striegel gleichmäßig wird. Die Kreiselegge arbeitet nur so tief wie nötig. Gedrillt wird danach mit Solorübendrille.

Hallo,
Wir bearbeiten unsere Böden (lS,sL,L) jetzt seit über 40 Jahren mit der Kreiselegge zu Zuckerrüben. Seit 30 Jahren allerdings pfluglos mit tiefer Bodenlockerung im Spätsommer und angepasster Arbeitstiefe im Frühjahr (je toniger desto flacher). Die Packerwalze der Kreiselegge ist m.E. von untergeordneter Bedeutung,wichtiger wäre mir ein angebauter Striegel oder auch eine aufgesattelte Drillmaschine als Nachläufer zur Packerwalze der Kreiselegge um ein gleichmäßig ebenes Saatbett herzustellen.Einige Berufskollegen haben auch ihre alte Kombination hinter die Kreiselegge gehängt,um den gleichen Effekt zu erziehlen (nur bei Pflugfurche).Das direkte anhängen des Rübenlegegerätes an die Kreiselegge ist möglich und funktioniert auf vielen Böden auch gut, man legt allerdings immer in ein (zu)feuchtes Saatbett mit dann entsprechender Krümelstruktur im Boden und entsprechender erhöhter Verschlemmungsgefahr. Bei uns legen wir separat mit größerer Arbeitsbreite nachdem der vorgeackerte Boden abgetrocknet (abgegraut) ist und die Saatreihe nach dem legen noch dunkel (feucht) bleibt. Bei kombinierter Saat muss bei der Arbeitsgeschwindigkeit ein Kompromiss gefunden werden ( KE 8-9 Km/h , Drille 6-7 Km/h), je älter deine Einzelkorndrille ist,desto geringer dürfte deine mögliche Legegeschwindigkeit sein und desto langsamer sollte die Kreiselgeschwindigkeit deiner Kreisel sein .Auf tonigen Böden nur so tief wie nötig arbeiten.

Die richtigen Rüben-Experten haben schon geantwortet, aber um den letzten Satz nochmal aufzugreifen: Ja, lieber abtrocknen lassen. Im Nassen kann eine Kreiselegge auch furchtbar schmieren.

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