Bremsenansteuerung "Mother Regulation"

Hallo,

hat hier jemand schon was gehört, dass es teils Probleme gibt mit Anhängern mit Druckluft und Traktoren die nach “Mother Regulation” gefertig sind?

Angeblich erfolgt die Ansteuerung der Hängerdruckluft mit teils deutlich weniger Druck, d.h. der Hänger wird weniger abgebremst und der Traktor muss mehr Bremsenergie aufnehmen, was wiederum auf den Bremsenverschleiß geht. Bemerkbar wurde es bei den mir bekannten Fällen dadurch, dass die Filter “zu” machen und außerhalb des eigentlichen Wechselintervalls getauscht werden mussten.

Kenn jemand ähnliche Fälle?

ich kenne die MR im Detail nicht

Jedoch:
steuert die Zugmaschinen (ZM) Bremse mit geringerem Druck an, steigt nicht nur der Bremsverschleiß …zumindest bei uns und überall dort wo es Hügel oder Berge gibt macht der Zug mit der ZM was er will …

Höherer Bremsverschleiß ist harmlos gegen nen schiebenden 18er Tonner Zug … ausserdem ist der Bremsdruck einstellbar und wird bei uns auch während der HU auf richtige Drücke überprüft  … bei den 40 km/h Schleppern … 

Mit Bremsen an 6 … 10 to ZM gegen 34 … 38 to Anhängern ist nicht zu spassen …selbst eine Vollbrmesung an einer Kreuzung schiebt dir den Schlepper quer wenn die Drücke zu niedrig sind … die Anhänger MÜSSEN immer mehr halten als die ZM

Das ist übrigens ein Problem bei angehängten Arbeistgeräten (Grubber, Drillmaschine  etc) … die Maschinen müssen “nur” sich selbst bremsen lt. Bremsberechnung. Beim bremsen MUß die ZM erst die Anhänger/Arbeistgeräte ansteuern … also bremst der Anhänger/Arbeitsgerät zuerst.

Beispiel:
8m KSE benötigt 300 PS … 300 PS bruchen 15 to um die Krfat auf den Boden zu bekommen … Arbeitsgerät ca. 8 to … entsprechend muß das Arbeitsgerät den Zug von 23 to mit einer Achse halten … obwohl die Achslast nur ca. 8, max 9 to beträgt. “Überdimensionierte” Bremsen an Arbeitsgeräten sind also kein Luxus sondern Verschleißminderung.
Wobei bei aufgesattelten Geräten ja mehr Last auf die HA der ZM kommt, was wiederum dne Gefahr des Schiebens deutlich verringert.

Übrigens gab es schn einige Unfälle weil statt der Betriebsbremse die fahrer den “Fahrhebel” der ZM gezogen haben … das blockiert kdie HA und schiebt den Schlepper weg, je geringer die Stützlast auf der ZM desto höher die Gefahr

Viel Glück und teste vorsichtig mit nem neuen Schlepper

Hallo Walter,
das Problem kenne ich bei einer Marke zu genüge, das war aber schon bevor die Mother Regulations gekommen sind. Teilweise lebensgefährlich und unnötiger Verschleiß für den Schlepper.
Wir haben das Problem über den Händler gelöst (andere Anhänger-Bremsventile, andere (Vor-)Drücke einstellen lassen).

Gruß
Magnus

Das Problem ist nicht die neue Richtlinie für Landwirtschaftsfahrzeuge.Das Gegenteil ist der Fall.Die neu zugelassenen Fahrzeuge müssen jetzt die gleichen Mindestbremswerte erfüllen wie die gewerblichen Einheiten.Und auch die gleiche Ausrüstung allerdings noch ohne ABS haben.Ziel ist dass jede Achse ihr effektives Gewicht selber bremst.Das Problem ist der Traktor.Folgt daran ein Anhänger mit zünftig Stützlast und tiefem Anhängepunkt gehts ja noch einigermassen.Ist der erste Wagen aber mit  Drehschemmel der keine Stützlast nach vorne bringt,dann kanns sofort gefährlich werden.Wenn Sportfahrer erst auf den letzten Drücker oder bereits mit dem Zugfahrzeug in der Abbiegung bremsen-ja dann wird es halt schmerzlich.
Die Hinterachse des Zugfahrzeuges überbremst kurzzeitig bis die Anhängerbremsen ansprechen und zusammen mit einem seitlich angewinkelten Deichsel drückts dann die Karre vom vorgesehenen Kurs ab.In früherer Zeit wurde die Bremsdruckeinsteuerung sehr grob und mit massiver Voreilung ausgeführt.Das macht eigentlich keinen Sinn weil so die Anhänger in der meisten Zahl der Bremsvorgänge die Abbremsung des Traktors mitübernehmen.Und bei schlechtem Untergrund rutschen die Räder hinten weg-vorne könnte man noch,aber es spricht nicht an weil die Bremskraftverteilung nicht stimmt.Man kann kann nicht verlangen das ein landw.Anhängerzug wie ein Tausendfüssler läuft.
Gut-jeder Traktorfahrer hat mal klein angefangen und ist mit Herzklopfen aus einer kritischen Situation heil herausgekommen.Die Lehre daraus wäre dassman auch mit neu zusammengestellter Ausrüstung und Probebeladung mal einige Versuchsfahrten unternimmt und spürt wo kritisch wird.

Das stimmt.
Manche Gespanne bremsen besser als deren Zugmaschine solo. Das kann aber auch an den ALBs und deren Einstellung liegen. Oder am Achsaggregat und der ALB Kopplung. Davon abgesehen ist der tatsächlich aus der Zugmaschine ausgesteuerte Bremsdruck - im Verhältnis zu deren eingenen Verzögerung - ein Bereich mit offensichtlich zu großer Spanne. Das hat nicht zwingend was mit bestimmten Herstellern zu tun, eher sind es einzelne Modelle mit bestimmter Konstellation an Komponenten und Bauvarianten der Betriebsbremse. Wohlgemerkt, ich rede von Anlagen die jeweils intakt und Origianl sind…

Gruß Bernd

Dazu wäre aber eine achslastabhängige Bremskraftregelung auch am Traktor selbst erforderlich! Die übertragbaren Bremswerte der Schlepperachsen können je nach Ballastierung und Stützlast höchst unterschiedlich sein. Eine übertriebene Bremsvoreilung der Anhänger ist allemal sicherer als wenn der erwähnte Zweiachser-Zug den Schlepper über die Hinterachse wegschiebt. Dann sind schwere Unfälle kaum mehr vermeidbar.

Das Problem ist doch heutzutage an jedem Stufenlosen Schlepper und fast jedem Lastschalter auch das wenn man die Bremse betätigt kein Gas mehr geben kann um den Schlepper zu beschleunigen und den Hänger zu Bremsen. Wer schonmal mit nem Stufenlosen am Berg abwärts mit gefüllter Mulde um eine Kurve fahren wollte wird das Problem sicher kennen das man Eingeknickt da steht und immer wenn man von der Bremse geht schiebt der Wagen schon, bevor der Schlepper die Bremse öffnet und vorne weg ziehen kann.
Genau so seh ich es jeden Tag bei uns auf der Baustelle das wenn die Gespanne eine Rampe runterfahren müssen die etwas feucht ist gebremst wird, die Räder vom Schlepper stehen und der Hänger noch schiebt und denn Schlepper zur Seite drückt.

Meiner Meinung nach müsste es möglich sein gleichzeitig zu Bremsen und Gas zu geben so wie früher. Entweder die Anhängerbremse mit nem Knopf mit geringem Bremsdruck von Hand Einsteuern oder eben mit dem Bremspedal und dann trotzdem Gas geben können. 

Hallo,

eines der Hauptprobleme ist dort oft noch die leider  mangelhafte Wartung der angehängten Geräte.
Da bremsen Anhänger schlecht und der Schlepper muss die Last aufnehmen, teilweise werden voreilungsdrücke runtergestellt weil man das zugstrecken nicht so haben möchte ( Bremspedal nur so antippen das Brmeslicht angeht und die Anhängebremse sich anlegt… Bremse verschlissen oder nicht nachgestellt … keine Voreilung…) Filter zu Luftdruck kann sich nicht abbauen usw. usw…
Oft wird dann der Schlepper als Ursache benannt, aber in Wirklichkeit ist es doch das angehängte Gerät!

Gruß

Friedhelm

Be einem Stufenlosen kann man in so einem Fall mit Festdrehzahl und Fahrhebel fahren


Aus den vorherigen Beiträgen entnehme ich,dass in vielen Fällen eine manuell bedienbare Streckbremse eine Lösung wäre.So könnten feinfühlige Fahrer in kritischen Situationen die Anhängelast kurzzeitig mal vorbremsen oder bei angebremsten Gespann auch das Zugfahrzeug mal lösen und hinten Last halten ohne das alles wieder davonläuft.Was meint Ihr dazu?

Ja kann man, das Problem ist nur das die meisten nicht wissen wie es funktioniert und wenn sie es brauchen sie Funktion schwierig auszuführen ist. 

Mein Stufenloser Deutz TTV hat für diesen Fall extra eine Taste mit der man die Streckfunkion aktivieren kann. Geht aber nur bei geringenen Geschwindigkeiten unter 10 kmh.

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