Onland Pflügen mit GPS?

Hallo zusammen,
wir planen die Anschaffung eines neuen möglichst großen Pfluges. Da wir mit Packer pflügen wollen ist eigentlich bei 8 Scharen schluss. Da der dafür vorgesehen Schlepper 900er-Bereifung hat macht es wohl Sinn, onland zu pflügen.
Nun mein Frage: Wir arbeiten mit Omnistar HP Korrektursignal der GPS-Lenkung. Reicht das von der Genauigkeit aus zum Pflügen? Hat jemand Erfahrungen mit GPS-Pflügen? Sollte man dafür lieber auf RTK wechseln? Wie sieht es am Seitenhang aus?

Vielen Dank schonmal für eure Antworten!

Gruß
Lorenz

Hat keiner Erfahrung/ Ideen zu diesem Thema?

Gruß

Lorenz

Alternativ auch mit Breitreifen in der Furche fahren - am Hang ohnehin besser - für die 900 er gibts sogenannte Breitfurchenmesser oder ganz neu vfon Rabe: http://www.profi.de/neuheiten/Bodenbearbeitung-Spezialschar-fuer-breite-Bereifungen-1261463.html

Hallo,
also Breitfurchenmesser sind bei 900ern ein schlechter Kompromiss, für 650 oder 710er noch in Ordnung aber laut Lemken/Rabe/Vogel&Noot/Gregoire-Besson/Kverneland nicht für 900er geeignet, habe auf der Agritechnica alle interviewt…

Früher waren die Rabe Pflüge nach meiner Erfahrung qualitativ nicht gut und was die nach der Übernahme durch Gregoire-Besson taugen weiss ich auch nicht… Wir hatten uns unter anderem aufgrund der Händlernähe bisher ziemlich auf Lemken/Kverneland fixiert.

Hat denn schon jemand Erfahrung mit den neueren Rabe-Pflügen?

Das neue Rabe-System ist auch erstmal nicht für die größeren Pflüge verfügbar, insofern scheidet das ziemlich aus… Und nur auf losem Material fahren halte ich auch nicht für die beste Lösung, zumal dieses letzte halbe Schar ja auch gezogen werden möchte.

Gruß
Lorenz

Bei GPS wirds wohl schon eher RTK sein müssen, da das erste Tastrad beim On Land pflügen ja quasi wie ein Schlepperrad in der Furche läuft 20 cm möglicher Versatz bei 10 cm Genauigkeit vor allem am Hang in Verbindung Gyroskop wird nicht ausreichen. Aber ein Versuch ists Wert - evtl. Antenne vielleicht am Pflug montieren. RTK aufrüsten geht ja immer

hatte auch schon einen in der Mitte zerbrochenen 5 Schar Rabe - sollte nur ein Beispiel sein. Fahr auch seit 13 Jahren Lemken zu vollsten Zufriedenheit in Sachen Verarbeitung und Service. Allerdings nur in der grössten Anbaupflugvariante mit Steinsicherung.

Ja zum RTK aufzurüsten ist kein Problem wenn es nötig ist. Aber die Idee mit der zweiten Antenne auf dem Pflug ist mir bisher noch nicht gekommen aber das klingt garnicht schlecht.

Ja die Steinsicherung von Lemken ist ähnlich wie das Streichblech/Streifenkörper-Schnellwechselsystem ohne Bohrungen im Schar meiner Meinung nach das NonPlusUltra…

Gruß Lorenz

Moin

Also ich selbst habe keine Erfahrung mit Onland Pflügen, da ich seit den 90igern Pfluglos arbeite.

Allerdings habe ich mich auch mal etwas darüber informiert da ich es für die Bessere Pflug Variante halte.

Zum einen ist Gps dafür natürlich von großem Vorteil genau wie beim Grubbern, aber das Onland Pflügen ist schon wesentlich älter als das genaue RTK System.
Also muss es auch ohne RTK funktionieren, ich erinnre mich dabei an ein Bild wo eine kleine Raupe dafür vorne am Frontgewicht einen breiten Träger hatte an dem genau an der außenkannte von der Furch senkrecht ein Zwangspendel runterging wonach der Fahrer sich richten konnte.

Ja, die Lösung mit vorne montiertem Rohr mit Pendelketten ginge natürlich auch, stelle ich mir aber auf Dauer recht anstrengend vor… Sicherlich Gewöhnungssache.

Gruß Lorenz

Vor allem am Seitenhang unbrauchbar - das geht vielleicht in der Ebene

Guten Abend
Wer erzählt eigentlich,dass das Traction Step System nicht bei grösseren Pflügen geht?Das kann nur einer sagen,der werder das System noch das Rabe Programm kennt.Die Rabe Pflüge sind heute genau so gut wie früher.In meine 30 jährigen Tätigkeit im Hause Rabe habe ich mehr als genug gebrochene Geräte gesehen,egal welche Farbe sie hatten.Sehr oft ist es auch der in der Landtechnik allseits bekannte Fehlercode 57. Zur Erklärung: 57 cm hinter dem Lenkrad
Hans Zens
Rabe Gregoire Besson GmbH

1 Like

Hallo Herr Zens,
die Aussage, dass das “Traction Step” System nicht für die großen Pflüge verfügbar ist kam von einem Mitarbeiter ihrer Firma, der mir auf der Agritechnica anhand des “5,5” Schar Pfluges das System erklärt hat. Wenn dieser weder das System, noch das Rabe Programm kennt, sollte die Firma Rabe eventuell etwas mehr in Schulungen der Angestellten investieren :wink:
Ihre Aussage, dass die Rabe Pflüge heute genauso “gut” sind wie früher ist leider etwas ernüchternd für mich. Ich war davon ausgegangen, dass man in einer so großen Firma bestrebt ist, Maschinen stetig zu verbessern.

Trotzdem würde mich noch der genaue Hintergedanke des Traction Step Systems interessieren. Wo genau liegt der Vorteil gegenüber dem onland-Pflügen? Immerhin nehme ich ja in Kauf auf losem Untergrund zu fahren und wie schon gesagt muss das halbe Schar ja auch gezogen werden, was mit Sicherheit den Dieselverbrauch erhöht.

Gruß
Lorenz Petersen

Hallo Herr Petersen
Dies hier darzulegen,würde wohl einen großen Aufwand verursachen.Ich bin aber gerne zu einem Gespräch bereit,um Ihnen das System zu erklären.Wenn Sie möchten,können Sie mir Ihre Telefonnummer per Mail durchgeben.h.zens@rabe-gb.de
Melde mich dann bei Ihnen
H.Zens

Email ist verschickt!

Genau solche arroganten Sprüche sind dafür verantwortlich, das Ihre Fa. in hohem Maße Stammkunden in D. verloren hat und schon zweimal tief in den Abgrund blicken musste. Diesmal war das Auffangnetz hoffentlich groß genug.

Der Pflug war ein Supertaube Avant 160 XD und hatte offensichtlich einen Konstruktionsfehler. Die seitlichen Verstärkungen waren auch senkrecht verschweisst - jeder Konstrukteur hätte eine solche Sollbruchstelle vermeiden müssen. Bei n achfolgenden Pfluggenerationen wurde dieser Fehler dann vrmieden, imdem diese Verstärkungen nur noch waagrecht verschweisst wurden mit darüber hinauslaufender Schweissnaht. Ein neuer Rahmen hätte 9000€kosten sollen. Kein mm Kulanz von Rabe.
Der Pflug wurde wieder zusammengeschweisst und läuft heute noch.

Hallo Lorenz,

warum sollte das nicht gehen? Die Frage ist doch, kann ein Fahrer denn über Stunden und Tage so genau fahren wie ein Lenksystem? Vom Lenksystem wird absolute Genauigkeit verlangt, aber was können wir denn als Fahrer?
Ich glaube, dass du nicht mal unbedingt RTK brauchst. Nur eine “schärfere” Variante als das normale Signal, also JD SF 2 oder RTX von Trimble. In Beeten brauchst du beim Pflügen ja nicht arbeiten (ich gehe jetzt mal vom Drehpflug aus).
In kuppigem Gelände kenne ich mich aber nicht aus - arbeite mit Trimble auf ebenen Flächen.

Wir setzen unter anderem einen Pöttinger Servo 6.50 in 8-Schar Vario mit Steinsicherung ein - zur vollsten Zufriedenheit. Ein Blick lohnt mal. Hatte auch Lemken in der engeren Auswahl, habe mich dann aber für den Pöttinger entschieden, letztendlich nur wegen dem Traktionsverstärker. Aber die anderen Pöttinger Pflüge bei uns (Servo 45S) laufen auch sehr sehr gut. Bruch oder Ähnliches gab es noch nie.

Gruß
Magnus

Hallo zusammen,
ich wollte jetzt mal ein Update zu diesem Thema liefern:
-wir haben einen Lemken Vari Diamant 11 Volldrehpflug als 8Schar gekauft. Dieser ist mit Onland-Ausrüstung und hydraulischer Vorderfurchenverstellung ausgerüstet. Auf dem Pflug ist keine GPS-Antenne und auch sonst keine Elektrik/Elektronik.
-gezogen wird er von einem Claas Axion 950 mit 900er Bereifung und RTK-Lenkung.
-außerdem haben wir einen Tigges Doppelringpacker 4,2m mit 4,4m Nockenwalze da dran.

Das System läuft auf freien Flächen erstaunlich gut. Wir fahren mit 4,1m Arbeitsbreite, die logischerweise nicht mehr verstellt werden kann. Schwierig wird es nur, wenn das GPS-Signal abgeschirmt wird durch Bäume etc., die Claas Lenkung geht dann nämlich einfach aus und das muss man erstmal bemerken um sie dann wieder zu aktivieren.
Am Seitenhang kommt es mal vor, dass man in die Furche rutscht bzw. andersrum dass eine kleine Furche bleibt, die nicht komplett zugeworfen wird. Aber insgesamt sieht das Pflugbild sehr gut aus und man kann sich sehr gut auf die Einstellungen des Pfluges konzentrieren, wenn man nicht lenken muss. Und die Furche ist natürlich immer schnurgerade. Und man kann hinterher nicht mehr feststellen, wo die Furche war. Das ist bei 710er Reifen in der Furche fast unmöglich (jedenfalls bei mir). Da sehe ich immer, wo das Schlepperrad in der Furche war.

Ein Problem am Pflug war ganz klar, dass die Streifen von den Körpern mehrmals abgefallen sind. die geklebten Befestigungen waren nicht sehr haltbar. Lemken hat dann alle Streifen kostenlos gegen ein verbessertes Modell getauscht und seit dem ist alles problemlos gelaufen.

Gruß
Lorenz

Hallo,

Welches GPS System kann man für einen Drehpflug nutzen?
ich sehe folgendes Problem- die Arbeitsbreite verschiebt sich, hin und zurück, jeweils auf die andere Seite das Schleppers.

Gruß Harty

Hallo,

Ich habe schon Onland aber auch in der Furche mit GPS gepflügt. System war John Deere AutoTrac.
Funktioniert beides Prima. Denke du solltest dann aber mindestens SF2 Signal haben. Wir hatten RTK.

Das mit der Arbeitsbreite, die sich von links nach rechts verschiebt ist total egal. Hast du 8 Schare und somit 4m Arbeitsbreite, muss dein Schlepper immer 4m weiter einfahren. Aus Erfahrung, passt das aber selten genau, da ein Pflug, je nach Boden, unterschiedlichen Seitenzug hat. Somit wirst du oft reinfahren, so das es nach Auge passt, und dann deine Spur neu unter den Schlepper ziehen müssen. Ist aber auch absolut kein Problem.

das sehe ich anders.
Sicher bleibt die Arbeitsbreite gleich, aber einmal links bzw rechts.
Bei der Mähkombi (vorne und hinten rechts) muss ich den Mittelpunkt , zumindest visuell ja auch verschieben. Dort bleibt die Verschiebung aber auch rechts.

Beim Pflügen ist das schon egal mit dem seitlichen Versatz des Pfluges, denn der Pflug wird ja gedreht ( das Mähwerk nicht).
Der Versatz ist zwar mal nach links und mal nach rechts, aber immer in die gleiche Himmelsrichtung von der Fahrspur aus gesehen.

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